Wer Kunst liebt und Kunstwerke erleben möchte, ohne die Bequemlichkeit des eigenen Hauses aufzugeben, kann dies mit Google Arts & Culture tun. Ein virtueller Rundgang durch über 2.000 Museen gibt dem Besucher die Möglichkeit besondere Schätze aus Museen und Kunstsammlungen online zu entdecken. So kann jeder von zu Hause aus das Metropolitan Museum of Art in New York, die Tate Britain in London, die Uffizien in Florenz und viele andere wichtige Kunststätten weltweit ohne große Anreise besuchen.

Als das Projekt im Februar 2011 gestartet wurde, waren 1086 Bilder von 486 Künstlern zu besichtigen. Die teilnehmenden Museen stellten die Kunstwerke in hochauflösender Qualität vor, um den Betrachter so viel Kunst wie möglich zu bieten. Ein Jahr später fanden sich in Google Arts bereits über 30.000 hochauflösende Kunstwerke von 151 Museen aus 41 Ländern.Im Jahr 2015 waren es 250 mitwirkende Institutionen und mehr als 45.000 Kunstwerken von über 6.000 Künstlern. Auch Deutschland kam dabei nicht zu kurz. Allein fünf Staatliche Museen aus Berlin wollten bei diesem Mega-Kunstprojekt dabei sein: So konnten deutsche Kunstfans Werke vom Alten Museum, dem Pergamonmuseum, der Alten Nationalgalerie, der Gemäldegalerie und dem Kupferstichkabinett Kunstwerken virtuell betrachten. Auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Museum Kunstpalast Düsseldorf waren dabei vertreten.

Optisches Erlebnis

Besonders beeindruckend fanden die Besucher das optische Erlebnis der virtuellen Rundgänge und die einfache Bedienbarkeit. Einige Exponate boten neben der hochauflösenden Qualität auch Detailinformationen. Für die Darstellung der Kunst verwendete Google Inc. den hauseigenen Dienst Street View, mit dem 360°-Bilder von Museumsräumen aufgezeichnet wurden. Der Fotoroboter Gigapan war dafür zuständig Aufnahmen mit einer Auflösung im Gigapixel-Bereich anzufertigen. Mit der Zoom-Funktion kann sich jeder Kunstinteressierte das Werk genau unter die Lupe nehmen.

Persönliche Sammlungen erstellen

Es können sogar eigene Sammlung erstellt werden, in dem man alle seine Lieblingswerke zusammenfasst und als persönliche Sammlung speichert. Auf diese Weise kann man seine Lieblingsbilder mit Freunden, Bekannten und der Familie teilen und so zu seinem eigenen Kurator werden. Kunsterzieher können diese Funktion nutzen, um ihren Schülern diese Sammlungen vorzustellen und ihnen damit Lehrmaterial für bestimmte Epochen oder zu bestimmten Künstlern zu liefern.

Persönliche Sammlungen erstellen
Persönliche Sammlungen erstellen

Audio- und Videodateien, sowie Künstler-Biografien ergänzen die Informationen rund um die Kunstwerke. Eine integrierte Suchfunktion hilft dabei die Werke nach kunsthistorischen Gattungen, Epochen oder geografischen Zuordnungen zu filtern und somit schnell bestimmte Kunstwerke aus den vielen Sammlungen zu finden.

Kunst für Jedermann

Google hat es mit seinem Projekt geschafft, Kunst für jedermann zugänglich zu machen. Auf diese Weise kann sich jeder virtuelle Besucher Albrecht Dürer’s berühmten „Feldhasen“ aus der Albertina in Wien oder berühmte Werke von Leonardo Da Vinci, Renoir, Michelangelo, Rubens oder Hieronymus Bosch ganz genau ansehen. Auch Bilder des bekannten Jugendstil-Malers Gustav Klimt stehen in Google Art & Culture zur Verfügung. Google hat sich auch für die Betrachter ein nettes Gimmick einfallen lassen. Wer von sich selbst ein Bild schießt, kann das Foto in der App mit der Funktion „Art Transfer“ in den Stil eines bekannten Künstlers umwandeln lassen. Wer schon immer wissen wollte, wie er in Munch’s Schrei aussieht, kann es mit dieser unterhaltsamen Funktion testen.

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