Hier einige Texte, Beiträge, Onlineportale von Teilnehmern

 Online-Portal und Texte von Trash Treasure

_________________________________________________________________________

ein Text von Monika Mathar

29.04.2012: 13.40 h:     Kunst in Abrissekstase:

Köln: raus in die Provinz: Erftstadt-Liblar: Musik – Licht – Eingang gesucht:

Kunst gefühlt: 1600 qm: entkernter Raum: Einkaufszentrum: temporäres Kunstdomizil: Musik klingt durch den Flur: groß, weiträumig: halbdunkel, wo es früher hell war. Im Flur ist eine Empfangshalle entstanden: ein rotes, samtweiches Sofa:

Einige Meter weiter entlang des Flurs auf dessen Boden Spuren von Kunst sichtbar sind in allen Farben erreicht man eine kleine Cafeteria: Delta-Treff: Kaffee, Cola, Limonade. Wasser.

Gegenüber ein Domizil, vier quadratische Fenster:

Ganz rechts scheint aus dem rot gestrichenen Fenster hell die Sonne zwischen orangen Häuserfluchten? Wolkenkratzer? Bäume? Ein Strand? Eine Promenade auf der ein Kind einen grünen Ball hat liegenlassen. Je tiefer ich in die Streifen aus Licht falle umso mehr beginnt mein Auge zu sehen in diesem Bild aus Licht, was ich zuerst nur ganz beiläufig wahrgenommen habe. Die gelbe Sonne fesselt mein Auge.

Auf den zweiten Blick stelle ich fest, dass die Sonne ihr Gelb aus dem Bild im Inneren des Raumes fängt. Eigentlich ist es eine gläserne Sonne.

Das Bild, was der Sonne seine Farbe gibt, befindet sich auf der rechten Wand im Inneren des Domizils. Die Wand leuchtet in einem kräftigen Geld und einem sanften Türkis, was Spuren von Weiß ins sich zu haben scheint und so das Geld umso kräftiger aufleuchten lässt und ihm seine Kraft gibt.

Mein Blick lässt sich immer wieder von der Sonne einfangen. Und so entgeht mir fast der blaue Fächer an dem Fenster nebenan.

Im Zentrum meines Blickes der durch die Tür ins Domizil fällt, sehr ich ein Meer. Zuerst habe ich das Auge wahrgenommen. Augen trage ich in mir. Ist irgendwo ein Auge nehme ich es fast automatisch sofort wahr.

In dem Meer über dem das Auge schwebt, sehe ich Tiere. Ein Schafbock mit Hörnern. Gischt im unteren Teil des Bildes. In der Mitte eine ruhige See. Wolkenloser Himmel. Es ist Nacht am Meer.

Nun beginnt mein Blick unordentlich zu wandern. Ich sehe Dinge, die ich vorher nicht gesehen habe.

Auf mich zu fliegt mit großer Macht eine Libelle im Sturzflug: ein Schmetterling: ein Pärchen steht vor einem Mauerdurchbruch und schaut mit erhobenen Armen, sich an den Händen haltend, auf das offene Meer hinaus: ein unruhiges Meer, das mich an die Nordsee denken lässt: der Mond ist voll: am Himmel Wölkchen, die wie Tiere aussehen:

Zukunft ruft es von der anderen Seite: Fachklinik Liblar.

Ich denke an den Fall der Mauer: umso genauer ich mich hinzuschauen zwinge, umso mehr werden die unterschiedlichen Bilder zu einem.

Nur die Sonne nimmt mein Auge wieder und wieder gefangen.

Zwischendurch spreche ich mit Menschen. Oder werde angesprochen auf das, was ich tue. Wieder fällt mir die Sonne ins Auge.

Ich lasse meine Augen zur Decke wandern: schwarze Rohre: waren diese Rohre früher silbern? Als hier noch verkauft wurde, waren diese Rohre nicht sichtbar.

Abgelenkt, weil mehr und mehr Menschen an mir vorbei flanieren.

Die gelbe Sonne ist mein Ruhepunkt. Wenn ich mich auf die Sonne konzentriere, höre ich nicht, was die Menschen um mich herum sagen und kann mich konzentrieren auf das, was ich sehe. Ein Augenort. Mein Augenort. Nicht mein Ohrenort.

Bier. Kleine Gläser. Ohne zu wissen, wo ich bin, sehe ich an den Biergläsern die an mir vorbei gehen, dass der Ort sich in der Nähe Kölns befindet.

Meine Augen fühlen sich übervoll an. Wie betrunken von Bildern. Betrunken von Farben. Betrunken von Menschen und Tönen.

Um nicht in Farbe zu ertrinken, lenke ich meinen Blick immer wieder auf die grauen Stellen im bunten Boden. Und in die kleinen Ecken.

Bin müde und höre zu. Kann mich nicht mehr konzentrieren. Werde den Stift weglegen.

14.22 h.    Monika Mathar, „Delta-Grill“

______________________________________________________________________

Liebe Gabriele, lieber Michael,

anbei ein paar Impressionen an einen unvergesslich familiären, kreativen und gut organisierten Tag! Was für ein inspirierendes Kunstevent!! Einen riesengroßen Dank an alle Sponsoren und Helfer!!! Toll, dass es noch Menschen gibt, die sich so für Kultur engagieren!!!! Das schreit nach Wiederholung!!!!! Wir wären sofort wieder dabei und nach unseren Schwärmereinen auch alle, die es diesmal verpasst haben!!!!!!

Herzliche Grüße Familie Arnter

_________________________________________________________________________

 

…auch Hildburg Henning hat uns einige Fotos geschickt, ebenfalls Günter Wagner und Christian Brunstein, Trash Trasure, Ansgar Grimmenstein …. nach und nach werden wir von allen ein paar Pics veröffentlichen. Es ist viel Arbeit, da jedes einzelne Foto  bearbeitet werden muß, damit es problemlos hochgeladen werden kann, also es wird noch einiges zu sehen geben….

 

Comments are closed.